Herzlich Willkommen!
Das Jahr 2010 neigt sich langsam dem Ende und wieder einmal heißt es Resümee für das ablaufende Jahr zu ziehen.
Für die 7 Ortsfeuerwehren der Stadt Nordenham war es ein Jahr mit Herausforderungen in den Bereichen der Brandeinsätze, Hilfeleistungen, Vor- und Abwehrender Brandschutz sowie der Jugendförderung, die wieder gemeistert werden mussten.
Die erste Jahreshälfte lief vom Einsatzgeschehen „normal“ ab. Aus meiner Sicht war das aber auch zwingend notwendig. Denn so konnten wir uns voll und ganz auf die Vorbereitung des Zeltlagers des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes (OFV), für das wir Ausrichter waren, konzentrieren. Vom 26.06.-03-07.2010 sollten ca. 1200 Mitglieder der Jugendfeuerwehr anreisen. Eine Woche vor Beginn des Zeltlagers hieß es für die Nordenhammer Feuerwehren „Arbeitseinsatz“. Die ganze Infrastruktur für das Zeltlager musste aufgebaut werden. Wege abstecken, mit Schreddermaterial auffüllen, Wasserversorgung herstellen, Brücke bauen und vieles mehr. Die ganze Mühe wurde auch damit belohnt, das während des Zeltlagers von Morgens bis Abends die Sonne schien und es kein Regen gab. Schön war es, dass sich unmittelbar beim Zeltlager das Hallenbad Nord befand. Dieses wurde auch sehr rege von den Teilnehmern benutzt. Das Zeltlager war somit für alle Beteiligten, ob Teilnehmer oder Organisator, ein wirklich voller Erfolg. Mein Dank geht hiermit an die Stadt Nordenham, das wir das Gelände benutzen duften, an die vielen Firmen, die uns mit Spenden unterstützt haben, aber auch bei den Freiwilligen- und Werkfeuerwehren des Landkreis Wesermarsch, das sie uns bei den Lagerwachen unterstützt haben. Aber auch an die Sanitätsdienste möchte ich meinen Dank richten, die viele kleine „Wehwehchen“ vor Ort versorgt haben.
Herzlichen Dank an alle Helfer und Unterstützer
Ein paar Tage nach dem Zeltlager wurden wir erneut gefordert. Im Seenpark II herrschte aufgrund der sommerlichen Temperaturen akuter Sauerstoffmangel für die Fische. Etliche trieben bei unserem Eintreffen schon verendet an der Wasseroberfläche. Hier haben die Feuerwehren der Feuerwehr Nordenham über 4 Tage in zwei Schichten mit den Pumpen der Löschfahrzeuge und Tragkraftspritzen das Wasser „umgewälzt“. Wir konnten leider nicht verhindern, dass ca. 4 Tonnen Fisch verendeten, aber ohne unsere Pumpaktion wäre der Schaden noch größer geworden.
Anfang September brannte eine Lagerhalle (L/B/H; 400x65x35m). Aufgrund von Dachdeckerarbeiten fing die mit Eternitplatten gedeckte Halle auf der Innenseite an zu brennen. Das Feuer fraß sich entlang der massiven Leimbinder bis in die Hallenspitze. Leider hatten wir bei diesem Einsatz sehr große Probleme mit der Wasserversorgung. Auch bei der Höhe der Halle waren wir an unsere Grenzen gekommen. Trotz aller Probleme ist es uns gelungen, das sich das Feuer nicht auf die ganze Halle ausgebreitet hat und „nur“ ein Schaden von 500.000 € entstanden ist.
Mitte September hatten mein Stellvertreter und Ich für alle
7 Ortsfeuerwehren eine „Nacht der Einsätze“ geplant. Dabei sollten nicht alle Feuerwehren an einer großen Übung teilnehmen. Für die Ortsfeuerwehren, die Zugweise zusammenarbeiten, wurden kleinere Einsatzübungen geplant. Den Anfang machte die Ortswehr Nordenham. Um 01.15 Uhr war die Nacht vorbei, die Einsatzkräfte wurden alarmiert. Gefahrgutaustritt auf dem Gelände eines Hafenbetriebes in Nordenham. Dann um 02.00 Uhr die Alarmierung der Feuerwehr Blexen und Schweewarden , Auslösung der Brandmeldeanlage im Pumpenhaus eines Kavernenbetriebes im Ortsteil Blexen. Nächster Alarm um 02.45 Uhr, Alarmierung Feuerwehren Phiesewarden, Einswarden und der Werkfeuerwehr NSW. Auslösung der Brandmeldeanlage des
Material-Wirtschaftszentrum im Bereich der Verpackung. Um 03.45 Uhr dann ein „Verkehrsunfall“ mit eingeklemmter Person für die Feuerwehren Abbehausen und Esenshamm. Die gestellten Einsatzlagen wurden von den einzelnen Feuerwehren abgearbeitet. Alle Beteiligten zeigten sich mit dem Verlauf der Übungen zufrieden.
Im Bereich der Schiffsbrandbekämpfung, bei der wir für das Land Niedersachsen tätig werden, konnten wir weitere Kameraden ausbilden. Somit verfügen wir jetzt über 36 Kameraden, die entsprechende Kenntnisse im Bereich der Schiffsbrandbekämpfung besitzen. Weiterhin wurde es uns seitens des Dezernat-23 der Polizeidirektion Oldenburg ermöglicht, eine Schaumübung auf der Weser durchzuführen. Damit konnten wir letztendlich das Zusammenspiel unserer Hochleistungspumpe, das darin mitgeführte Schaummittelkonzentrat und das Schaumrohr der Weserfähre testen. Alles funktionierte zu unserer Zufriedenheit. Somit ist die Feuerwehr Nordenham personell und materiell für Einsätze auf Schiffen im Bereich der Weser gewappnet.
Ralf Hoyer
Stadtbrandmeister
Feuerwehr Nordenham